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Den Inhalt einer Festplatte mit Sequoia grafisch darstellen

Aktualisiert  22.12.11   # 31.01.13   # 04.11.13   # 13.04.15 # 26.12.15


Wenn auch die Festplatten immer größere Kapazitäten aufweisen, so könnte doch einmal die Situation eintreten, dass der Platz eng wird und wir gezwungen sind, einige Programme wieder zu deinstallieren oder verschiedene Ordner und Dateien zu löschen bzw. auf einen anderen Datenträger umzuschaufeln. (So sollte z. B. auf jeder Festplatte immer mindestens 15 % freier Speicherplatz vorhanden sein, um diese reibungslos defragmentieren zu können.)

Mit den klassischen Windowsmitteln Arbeitsplatz und Explorer können Sie zwar sehr schön sehen, welche Ordner und Dateien sich auf Ihren Festplatten breit gemacht haben, aber herauszufinden, wie viel Speicherplatz diese dort verbraten, ist besonders bei den Ordnern sehr mühsam: Sie müssen den Ordner mit der rechten Maustaste anklicken, aus dem Kontextmenü Eigenschaften wählen und dann warten, bis die Mega- bzw. Gigabyte hinaufgezählt werden (s. a. Ordnergröße bei den Explorer-Tipps). Um nun mehrere Ordner vergleichen zu können, müsste man sich deren Größen der Reihe nach notieren, - und das ist schon mehr als umständlich, nicht wahr?

Das kleine, aber feine Gratisprogramm SequoiaView (Sequoia = Mammutbaum) von der Technischen Universität Eindhoven schafft hier Abhilfe: Es zeigt Ihnen alle Ordner und die in ihnen enthaltenen Unterordner und Dateien in einer grafischen Darstellung, - und das nahezu in 3D-Qualität.
Jetzt sehen Sie mit einem Blick, wo die wirklich großen Speicherfresser sitzen!

Und dass das Programm nur Englisch "spricht", spielt keine große Rolle, denn wir müssen kaum etwas lesen, da alles grafisch dargestellt wird.
Das Programm läuft unter allen Windows-Versionen von XP bis Windows 10 und ist nur 450 kB "groß".

1. Download und Installation
2. Den Inhalt einer Festplatte grafisch darstellen
3. Ordner und Dateien
4. Einsparpotential
5. Anzeige - Optionen
6. Den Inhalt einzelner Ordner grafisch darstellen

 
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1. Download und Installation

Besuchen Sie diese Seite bei heise.de und klicken Sie - je nachdem, wo Sie dort landen - entweder zuerst rechts oben auf den Download-Link

oder (auf der nächsten Seite) gleich auf den blauen Download - Button:

Die Datei sequoia1_3xpinstall.exe ist gerade einmal ein halbes MB "groß" und der Download ist rasch erledigt. Speichern Sie sie in einem Ordner Ihrer Wahl oder gleich auf dem Desktop; Sie können diese Datei nach der Installation des Programmes auch wieder löschen.

Mit einem Doppelklick auf die heruntergeladene Datei starten Sie die Installation:

  • In den drei aufeinander folgenden Fenstern Welcome, Information und Directory klicken Sie jeweils ganz unten auf Next >.
  • Nun werden Sie gefragt, ob das noch nicht existierende Verzeichnis errichtet werden soll ("The destination directory..."). Sagen Sie - ohne dabei zu erröten - Ja.
  • Nun klicken Sie auf Start, noch einmal auf Next >, zuletzt auf Exit - und schon startet das Programm.
  • Es will uns nun mit der Meldung "Scanning drive C:\" glauben lassen, dass die gesamte Festplatte C: gescannt würde, - das Ergebnis ist dann aber eher enttäuschend, denn es wird zunächst nur der eigene Installationsordner (C:\Program Files\SequoiaView) angezeigt.
  • Wir können diesen ersten Scan daher gleich abbrechen, indem wir auf Cancel klicken.
    (Kennen Sie dieses Wort von Ihrem letzten Flug in den Urlaub? - Unser Mitgefühl ist Ihnen sicher:
      )
  • Nun scheint das Programm möglicherweise beleidigt zu sein, denn es meldet uns (nicht in allen Fällen!) eine "Access violation", also eine (Speicher-) Zugriffsverletzung:

SequoiaView: Zugriffsverletzung

  • Doch wir bleiben gelassen und tun das Einzige, was uns hier zu tun bleibt: Wir quittieren mit OK.



2. Festplatte grafisch darstellen

Nun wollen wir uns aber wirklich das gesamte Laufwerk C:\ grafisch anzeigen lassen.

Zunächst muss noch gesagt werden, dass die Fenstergröße nach diesem ersten Start manchmal etwas eigenartig sein könnte, und wir müssen in diesem Fall gleich zweimal auf den "Maximieren"-Button klicken, ehe die Anzeige formatfüllend wird.

Wählen Sie nun in der Menüleiste ganz oben das zu scannende Laufwerk aus (s. roter Pfeil).
(Höchstwahrscheinlich haben Sie nicht die Qual der Wahl zwischen so vielen Laufwerken, wie sie in der nachfolgenden Abbildung gezeigt werden!)

SequoiaView: Auswahl des Laufwerkes

Die Festplatte C:\ ist bei der Mehrzahl der Anwender ohnehin die einzige. Wenn Sie allerdings über mehrere Partitionen bzw. Festplatten verfügen, dann scannt SequoiaView immer das zuletzt untersuchte Laufwerk. Auch in diesem Fall betätigen Sie einfach den Cancel-Schalter, wenn Sie eine andere Partition / eine andere Festplatte untersuchen wollen.

Der Scan beginnt sofort, nachdem wir ein Laufwerk angeklickt haben und kann dann schon - je nach der Geschwindigkeit des Prozessors, der Größe des Laufwerkes und der Fülle der darauf gespeicherten Daten - eine ganze Weile dauern. Aber Sie können das am angezeigten Fortschrittsbalken ja schön nachvollziehen.
(Übrigens: "Please wait" heißt "Bitte warten" - und wenn man so höflich gebeten wird, kann man ja gar nicht anders, als geduldig zu warten!)

1:
Speicherkapazität der Festplatte

2:
Davon noch frei

3:
Fortschrittsbalken

Schließlich erhalten wir ein sehr anschauliches, farbenfrohes und plastisches Bild davon, was auf der betreffenden Festplatte alles so kreucht und fleucht:

SequoiaView: Graphische Darstellung, besetzter Speicherplatz

Im obigen Beispiel wurde die Maus gerade (ohne Klick!) auf den großen grauen Block oben rechts geführt (er ist nun rot umrandet, ► rote Pfeile!)) und es wird der Name und die Größe der Datei, in diesem Fall die pagefile.sys 6,25 GB, eingeblendet (► gelber Pfeil). > Größerer Screenshot (neues Fenster).
Ganz unten in der Statusleiste sehen Sie den Dateinamen noch einmal, und - ganz rechts - den Prozentsatz vom gesamten belegten Speicherplatz (nicht von der Gesamtkapazität der Festplatte! ► blaue Pfeile).

Sie sehen hier also einige eindeutig große Brocken, aber wesentlich mehr mittlere, kleine und zehntausende kleinster Krümel, - eben ein getreues Abbild der auf der Festplatte gespeicherten Dateien.
Fahren Sie also mit der Maus nach Herzenslust umher und entdecken Sie Dateien, von deren Existenz Sie bisher nicht die geringste Ahnung hatten !


Aber Achtung: Das Programm zeigt zunächst "nur" den belegten Speicherplatz auf dem Datenträger, nicht jedoch die Größe jenes Speicherplatzes, der auf dieser Platte noch frei ist.
Aber auch das ist natürlich möglich. Klicken Sie ganz oben auf das Menü

> View und dann auf
> Options, klicken Sie dann auf die Registerkarte
> View und aktivieren Sie dort die Auswahl
> Show free diskspace (on toplevel):

SequoiaView: Auch freien Speicherplatz anzeigen

Schließen Sie dieses Fenster wieder mit einem Klick auf OK. Nun wird Ihnen die gesamte Festplatte präsentiert, und Sie können sehr gut abschätzen, wie groß der noch verfügbare Speicherplatz ist:

SequoiaView: Graphische Darstellung, gesamter Speicherplatz

Die Anzeige des gesamten Datenträgers geht natürlich zu Lasten des genutzten Speicherplatzes, der jetzt nur entsprechend kleiner dargestellt werden kann. Daher wird man sich im Normalfall nur den besetzten Platz anzeigen lassen - und nimmt daher das Häkchen bei
> Show free diskspace wieder weg (s. o.).



3. Ordner und Dateien

Nun wollen wir diese ungewöhnliche Art der Darstellung des Inhaltes einer Festplatte näher untersuchen.
Als erstes fallen uns die unzähligen bunten oder grauen Kästchen auf. Es sind zehn-, wenn nicht hunderttausende! Und jedes davon symbolisiert eine einzelne, auf der Festplatte gespeicherte Datei.

Die grafische Anordnung dieser vielen Dateien ist aber durchaus nicht zufällig oder gar chaotisch! Zunächst gilt einmal die Regel, dass Hauptordner zu großen Blöcken zusammengefasst sind und beim Drüberfahren mit der Maus gelb umrandet werden. Sie erkennen das sofort daran, dass innerhalb eines solchen gelb umrandeten Blocks die oberste Ordnerebene immer identisch ist, also im nachfolgenden Beispiel C:\Windows\...
Und innerhalb eines solchen Hauptordners sind alle Dateien in einem Unterordner wiederum zu verschieden Blöcken (Rechtecken) zusammengefasst, die sich von den anderen Blöcken farblich unterscheiden:

Sequoia: Hauptordner, Unterordner, Dateien

Alle Dateien innerhalb des gelb umrandeten Blocks (gelbe Pfeile) befinden sich im Hauptordner C:\Windows.

Alle Unterordner innerhalb dieses Hauptordners werden in deutlich unterscheidbaren Blöcken angezeigt. In der Abbildung ist der Unterordner Fonts (das ist der Ordner, der alle installierten Schriftarten enthält) orange umrandet (oranger Pfeil). Der Pfad aller Dateien innerhalb dieses Blocks beginnt also mit C:\Windows\Fonts (> größerer Screenshot, neues Fenster).

Parkt man die Maus auf einer der in diesem Unterordner angezeigten Dateien (ein Klick ist nicht erforderlich!), dann wird diese rot umrandet und der Name und die Größe dieser Datei werden angezeigt, in unserem Beispiel also die Datei ariali.ttf, 632 kB (= Schriftart Arial kursiv).
> Bildausschnitt links, roter Pfeil.

 

Mit der folgenden kleinen Änderung erzielen Sie eine noch detailliertere Darstellung:

  • > Menü View
  • > Options
  • > Selection (siehe Abb. unten)
  • > File and entire path
  • > Ganz unten soll das Häkchen bei Show file/directory size gesetzt sein
  • > OK

SequoiaView: Selection

Sollten Sie mit der Ordnerhierarchie auf einem Datenträger noch mehr oder minder auf Kriegsfuß stehen, dann sei Ihnen zunächst die Lektüre dieses Windows-Explorer-Tipps empfohlen.


4. Einsparungspotential

Schon auf den ersten Blick erkennt man nun also, wo die wirklich großen Festplatten-Fresser sitzen und wie sie heißen.
Das heißt aber noch lange nicht, dass man jetzt alles hinauswerfen kann, was offensichtlich sehr viel Platz braucht.
Zum einen, da man es tatsächlich nicht kann (Windows verweigert die Eliminierung), zum anderen, da man es nicht darf, da man dabei dem gesamten System schwerste Schäden zufügen könnte.
Näheres dazu können Sie unter Dateien umbenennen und löschen bei den Windows-Explorer-Tipps nachlesen (neues Fenster).

Nehmen wir als Beispiele die beiden speicherhungrigen Dateien hiberfil.sys und pagefile.sys, die beide im Stammverzeichnis der Festplatte C:\ liegen. Sollten Sie diese beiden Dateien im Windows-Explorer bzw. im Arbeitsplatz nicht auffinden (sie sind im Normalfall versteckt), dann müssen Sie das Betriebssystem zuerst dazu überreden, alle Dateien, also auch versteckte und Systemdateien anzuzeigen (neues Fenster)!

Die hiberfil.sys wird für den Ruhezustand gebraucht. In unserem Windows-Tipp Standby und Ruhezustand (neues Fenster) können Sie nachlesen, wie Sie vorgehen können, wenn Sie diesen Ruhezustand eigentlich nicht brauchen und dadurch Speicherplatz auf dem Laufwerk C:\ gewinnen können.

Die pagefile.sys ist für eine eventuell benötigte Auslagerungsdatei reserviert: Wenn während der Ausführung sehr komplexer Rechenoperationen der Arbeitsspeicher knapp wird, dann wird der zur Verfügung stehende Adressraum erweitert und in diese Auslagerungsdatei umgeleitet.
Erfahrene Anwender können die Größe dieser Datei zwar verändern oder sie ganz eliminieren, aber unerfahrenen Anwendern raten wir eher ab, sich auf derlei Experimente einzulassen, zumal diese Frage auf zahlreichen Hilfe- und Diskussionsforen äußerst kontrovers diskutiert wird.

Was auch sehr gut möglich (und wahrscheinlich) ist: Dass Sie einen riesigen Brocken namens System Volume Information finden.
Dieser ominöse Ordner kann einem ganz schönes Kopfzerbrechen bescheren, da er praktisch jegliche nähere Information über sich selbst strikt verweigert. Er kann gewaltige Datenmengen enthalten, - aber er zeigt uns diese nicht bzw. nur sehr widerwillig.
Aber wir können ihn natürlich trotzdem überlisten und löschen, wie Sie den Ausführungen in unseren Windows-Tipps entnehmen können.

 

Wo darf/kann man also eingreifen und wo nicht?
Auf der Festplatte C:\

 

 

4. Anzeige - Optionen

Monochrom oder bunt:

 

 

 

 

 

 

 

5. Einzelne Ordner (Unterordner...) grafisch darstellen

Auf unseren Festplatten befinden sich tausende, zehntausende, hunderttausende Dateien, und die meisten von ihnen sind - im Verhältnis zur Größe der Platte - äußerst klein. In den oben abgebildeten Beispielen ist das eindrucksvoll nachzuvollziehen: Tausende "Kästchen" sind so winzig, dass es nahezu unmöglich ist, mit der Spitze des Mauszeigers

 

Sollten Sie etwas Englisch können und sich ein wenig mit den Einstellungen spielen wollen, dann erforschen Sie doch auf eigene Faust die Menüleiste sowie die Symbole; wir gehen darauf hier aber nicht näher ein, da uns die Voreinstellungen als ausreichend erscheinen.

 

 

 

 

 



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